Ü Payerne

Nach über eineinhalb Jahren durften wir endlich wieder einmal das Pilotenkombi aus dem Schrank holen. Grund dafür: ÜBUNG PAYERNE! Wie schon die Übung Locarno, welche bereits im 2. Semester der ZHAW für uns stattfand, soll auch die Übung Payerne einen Einblick in die zwei verschiedenen Sparten (Heli und Jet) geben und uns bei dieser wegweisenden Entscheidung helfen.

 

 

Angefangen hat der zeitlich streng gestaffelte Tag mit der Visite des CFO und der gesamten ATC (Radar, Approach, Tower). Dabei konnten wir sehen wie unsere zukünftigen „Partner“ am Boden arbeiten und was in ihren Arbeits - und Verantwortlichkeitsbereich fällt.

 

Der Rest des Morgens wurden wir mit den Aufgaben und Tagesabläufen eines Helipiloten konfrontiert. Erwartet wurden wir von „Aldo“, einem Helipiloten der Staffel 5 in Payerne. Er zeigte uns den Werdegang, den er bereits hinter sich hat, von der Grundausbildung bis zum Staffelleben auf. Auch konnte er viele persönliche Erfahrungen und Anekdoten erzählen, um seine Präsentation zu untermalen. Anschliessend stiess der Captain des heutigen Fluges zu uns und führte zusammen mit Aldo (welcher als Copilot flog) das Briefing durch. Nachdem alle Punkte angesprochen und Fragen geklärt waren, verschoben wir zum Superpuma, mit welchem wir dann ca. eine Stunde unterwegs waren. Zu Beginn flogen die Piloten verschiedene Aussenlandungsplätze an. Dabei wurde eindrücklich gezeigt, dass man mit dem Heli fast überall aufsetzen kann und so natürlich extrem viele Einsatzmöglichkeiten hat. Auf einem Feld an den Ufern des Greyerzersees wurden wir ausgeladen und der Puma drehte ohne uns eine kurze Runde, damit wir den Start und die Landung auch einmal von aussen sehen und de Downwash vor allem spüren konnten. Mit nun ziemlich schlammigen Schuhen stiegen wir wieder in den Helikopter. Zurück ging es dann im taktischen Tiefflug nach Payerne. Dort gelandet gab es noch ein obligates Gruppenfoto vor dem Heli. Via Umwege über eine Pfütze um die Schuhe wieder etwas sauberer zu kriegen gingen wir in die Mittagspause.

Nach dem Mittagessen konnten wir an einem Briefing für einen Jetflug dabei sein. Obwohl wir die meisten Ausdrücke und Verfahren nicht verstanden, war es doch interessant zu sehen wie die Piloten die komplexe Übung durchgingen. Insgesamt waren an diesem Flug vier F/A18 - und somit auch vier Piloten beteiligt. Das Trainingszenario dieses Fluges war einfach gesagt ein zwei gegen zwei Dogfight. Danach konnten wir mit den Piloten mit zum Flugzeug und bei der Übergabe und dem Triebwerkstart dabei sein. Während die vier Hornets in der Luft waren erklärte uns „Töpper“, ein Jetpilot der Staffel 11, sein Arbeitsgerät etwas näher mit all den möglichen Funktionen. Weiter ging es mit einem Besuch im Hornet-Simulator, wo uns eindrücklich gezeigt wurde, was man mit dem Simulator und auch dem Flugzeug selbst vollbringen kann. Beim Debriefing der vier Piloten waren wir dann wieder dabei. Mit der modernen Auswertung der Flüge wird der Trainingsflug noch einmal durchgeschaut und die wichtigsten Punkte angesprochen.

 

 

Somit war der  spannende und aufschlussreiche Tag bereits zu Ende. Nun stellt sich für jeden von uns die Frage, was er in Zukunft lieber fliegen und in welchem Bereich arbeiten möchte. Die definitive Einteilung erwarten wir dann auf Ende 2018.